Prävention Definition_3

Suchtprävention Wikipedia

„Sucht“ geht auf „siechen“ zurück, „das Leiden an einer Krankheit“. Alltagssprachlich ist der Begriff „Sucht“ weit verbreitet. Durch zunehmende Gewöhnung besteht die Tendenz, die Dosis zu steigern. Einer Abhängigkeit liegt der Drang zugrunde, die psychischen und/oder körperlichen Wirkungen der Substanz zu erfahren, oft auch das Bedürfnis, unangenehme Auswirkungen ihres Fehlens zu vermeiden.

Herr, du allein kennst mich wirklich!

Das «Grundlagenpapier Zusammenarbeit» hält in knapper Form wesentliche Gründe und Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit zwischen Prävention und Beratung fest. Das Grundlagenpapier ist Ergebnis eines längeren Prozesses der Fachgruppen Prävention, Stellenleitende Prävention und Ambulante Beratung. Die Früherkennung und Frühintervention (F+F) ist ein wichtiger methodischer Ansatz in der Suchtprävention. Deshalb hat sie auch in der Arbeit des Fachverbands Sucht ein grosses Gewicht. Informationen zu den Aktivitäten und bisherigen Arbeitsresultaten des Fachverbands Sucht zur F+F finden Sie auf der betreffenden Themenseite.

Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde beauftragt, die Umsetzung von Maßnahmen in den Interventionsbereichen Prävention, Therapie und später auch Schadensminderung in die Wege zu leiten. Diese Maßnahmen wurden im Rahmen eines zweiten Maßnahmenpakets (1998–2002) und dritten Maßnahmenpakets (2006–2011) gestärkt und weiterentwickelt. Im Rahmen der Maßnahmenpakete wurden insbesondere innovative Ansätze gefördert und diese auf der Basis von wissenschaftlicher Forschung beurteilt. Der Bund führte die Aktivitäten in der Regel nicht selber durch, sondern setzte auf andere, sowohl staatliche als auch private Akteure. Damit trug er zu einer breit abgestützten drogenpolitischen Mobilisierung bei. Der sozioökonomische Hintergrund beeinflusst den Substanzkonsum und die Verhaltensweisen sowie das Suchtrisiko.

Gründe dafür sind die Zahl und das Zusammenwirken der Einflussfaktoren bzw. Das Fehlen von spezifischen, wissenschaftlich bestimmten Risiko- und Schutzfaktoren. 1991 beschloss der Bundesrat ein erstes Maßnahmenpaket zur Verminderung der Drogenprobleme.

Er legt seinen strategischen Schwerpunkt auf die Verhältnisprävention. Das heißt, das Verhalten von Personen wird nicht direkt, sondern eher indirekt über die Veränderung von Strukturen und Rahmenbedingungen beeinflusst. Das BAG ist hauptsächlich in den Lebenswelten Schule und Gemeinde aktiv. Zunehmend wichtig sind die Früherkennung und die Frühintervention. Die substanzunabhängige Prävention steht insgesamt im Zentrum; Interventionen zu bestimmten Substanzen, insbesondere sachliche Informationen, bilden dazu eine Ergänzung.

Als Teil des Eidgenössischen Departements des Innern ist das BAG verantwortlich für die Gesundheit der Bevölkerung, entwickelt die schweizerische Gesundheitspolitik und setzt sich für ein langfristig leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitssystem ein. Wie kalt und arm sind die wärmsten Gedanken, die wir gegen Gott hegen, wie unaussprechlich voll Liebe und wie wunderbar reich seine Gedanken gegen uns! 5Von allen Seiten umschließt du michund legst auf mich deine Hand.6 Ein unfassbares Wunder ist diese Erkenntnis für mich;zu hoch, als dass ich es je begreifen könnte. Sucht Schweiz steht für Expertise im Bereich Suchtprävention, was die Verhältnis- aber auch die Verhaltensprävention anbelangt.

Suchtprävention hat zum Ziel, den negativen Folgen des Substanzmissbrauchs vorzubeugen und eine Abhängigkeit zu verhindern. Darunter werden Massnahmen zur allgemeinen Gesundheitsförderung, Prävention sowie Früherkennung und Frühintervention verstanden. Sucht Schweiz bietet zu unterschiedlichen Themen, Substanzen und Verhaltensweisen für verschiedene Zielgruppen Schulungsmodule an.

  • Im Rahmen der Maßnahmenpakete wurden insbesondere innovative Ansätze gefördert und diese auf der Basis von wissenschaftlicher Forschung beurteilt.
  • Neben dem Bund, den Kantonen, Städten und Gemeinden gibt es deshalb eine Vielzahl von weiteren Institutionen, Organisationen und Vereinigungen, die aufgrund ihrer Fachkompetenz von den staatlichen Akteuren mit der Umsetzung von suchtpräventiven Maßnahmen beauftragt werden.
  • Seit 2011 führt der Fachverband deshalb, gemeinsam mit den Fachgruppen Prävention und Stellenleitende Prävention, jedes Jahr den Präventionstag durch.
  • Das revidierte Betäubungsmittelgesetz sichert somit das Zusammenwirken von Maßnahmen der Polizei, der medizinischen Versorgung sowie der Sozialarbeit und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
  • Unsere Massnahmen setzen auf struktureller und individueller Ebene an, weil die Rahmenbedingungen und das persönliche Verhalten in ständiger Wechselwirkung stehen.

Suchtprävention ist also in der Lage, den gewünschten Effekt zu erzielen. Neben der Unterscheidung von Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention hat in den letzten Jahren die Unterscheidung von universeller, selektiver und indizierter Prävention an Popularität gewonnen. Gordon spricht von „universeller Prävention“ wenn sich präventive Maßnahmen an Bevölkerungsgruppen richten, denen keine spezifischen Risikofaktoren zugeschrieben werden wie z. Von „selektiver Prävention“ ist nach Gordon die Rede, wenn bei einer Zielgruppe bestimmte Risikofaktoren in Bezug auf das zu verhindernde Problem ausgemacht werden – etwa wenn sich alkoholpräventive Maßnahmen an Kinder von Alkohol missbrauchenden Eltern richten. Als „indizierte Prävention“ schließlich bezeichnet Gordon1 alle Maßnahmen, die sich an Individuen richten, bei denen Risikoverhalten für das zu verhindernde Problem entdeckt worden oder das Problem in einer Frühphase diagnostiziert worden ist. Beispiel einer solchen Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die an den meisten Wochenenden exzessiv Alkohol konsumieren.

Zentrale Zielsetzungen moderner Suchtprävention

Überraschend wenige dieser Interventionen wurden jedoch wissenschaftlich untersucht. Der Mangel an Erfahrung in der Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft sowie auch die Scheu vor den zusätzlichen Kosten für eine Evaluation. Selten bis nie bestand eine Verbindung der Vergabe von finanziellen Mitteln mit der Bedingung einer Überprüfung der Wirksamkeit.Das Erfahrungswissen aus der praktischen Arbeit wurde in Selbstbeobachtung und Reflexion gesammelt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse meist in selbstverfassten Berichten festgehalten.

Dies geschah auch vor dem Hintergrund abnehmender öffentlicher Ressourcen sowie eines allgemein wachsenden Erfolgs- und Evaluationsdrucks. Diese systematische und kritische Auseinandersetzung ist der notwendige nächste Schritt in der dreiphasigen Entwicklung von „unkoordinierten Maßnahmen“ über die „Etablierung als eigene Disziplin“ hin zur „Professionalisierung“. Das Ziel ist, dass empirisch überprüfte, in der Fachwelt anerkannte, handlungsrelevante Theorien, landesweit die Grundlage für präventionspolitisches Handeln werden. Ein großer Teil der in die Suchtprävention investierten Gelder kommt Leuten zugute, die sowieso keine Suchtprobleme entwickeln würden.

Je nach Grad der psychischen und körperlichen Abhängigkeit definiert die WHO verschiedene Abhängigkeitstypen. Vor allem umgangssprachlich bestehen fließende Übergänge zwischen der Gewohnheit (dem nicht zwingenden Wunsch nach Einnahme), der Abhängigkeit und der Sucht, bei der besonders die körperlichen Entzugserscheinungen betont werden. Die Diagnostiksysteme ICD-10 und DSM-IV grenzen stoffgebundene und nicht stoffgebundene Verhaltensstörungen ab. Eine schrittweise Integration ist absehbar denn die Gemeinsamkeiten überwiegen. Grundlagen sind empirische Befunde, ein Konsens unter Experten und ein bio-psycho-soziales Denkmodell. Seit Ende der 90er-Jahre entwickelte sich in Europa eine kaum überblickbare Vielfalt von Projekten und Aktivitäten, welche für sich in Anspruch nahmen, suchtpräventiv wirksam zu sein.

Das Haltungspapier «Frühe Förderung in der Suchtprävention» drückt die Haltung des Fachverbands Sucht zur Bedeutung der Frühen Förderung für die Suchtprävention aus. Es zeigt die Aufgaben auf, welche die Suchtprävention im Hinblick auf die Frühe Förderung nach Ansicht des Verbands hat. Es richtet sich an Fachpersonen, die in der Suchtprävention und der Arbeit mit suchtbelasteten Familien tätig sind. Der Bund konzentriert sich im Rahmen des dritten Maßnahmenpakets Drogen2 (2006–2011) auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen und deren Umfeld.

Weltweit werden verschiedene Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes diskutiert oder umgesetzt. Diesen Modellen ist gemeinsam, dass sie sich an erwachsene Konsumierende richten, während Minderjährige vom neu regulierten Cannabismarkt ausgeschlossen werden. Da es auch konsumierende Minderjährige gibt, wenn Cannabis für Erwachsene legal ist, muss die Cannabisregulierung mit flankierenden Jugendschutzmassnahmen begleitet werden. Im Auftrag der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich hat der Fachverband Sucht 2015 eine Mitgliederbefragung zum Thema «Schwer erreichbare Zielgruppen» durchgeführt – mit teilweise überraschenden Resultaten.

Über den genauen Wortlaut des ganzen Verses nach dem Grundtext und dessen verschiedene Deutungen vergl. Weil dieser Teil unseres Körpers für Schmerzen äußerst empfindlich ist, galt er den Hebräern als der Sitz der Empfindung und des Gefühls sowie auch des Begehrens und Sehnens (Ps. 73,21; Hiob 16,13; 19,27). Manchmal stehen die Nieren für das Innere im Allgemeinen (Jer. 20,12; 11,20), aber auch, als Organe der Scheidung und Absonderung, für das geistige Scheidungs- und Unterscheidungsvermögen (Ps. 16,7; Spr. 23,16). Die meisten Menschen konsumieren Substanzen risikoarm, ohne sich und andere zu gefährden.

Mit jahrzehntelanger Erfahrung machen wir Verhaltens- und Verhältnisprävention in den Kantonen Bern, Solothurn und beste casino boni schweiz Freiburg.

Die Suchtprävention ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe und betrifft alle Staatsebenen – Bund, Kantone und Gemeinden. Daneben gibt es eine Vielzahl zumeist privater Organisationen und Institutionen, die in der Suchtprävention aktiv sind. Ausgehend von den gesetzlichen Grundlagen übernehmen diese verschiedenen Akteure unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende Aufgaben. Unsere Fachstelle bietet Informationen und Dienstleistungen in den Bereichen Suchtprävention und Gesundheitsförderung. Mit Angeboten der Verhaltens- und Verhältnisprävention stärken wir Schutzfaktoren, minimieren Risikofaktoren und fördern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln.

Auf der Seite der legalen Substanzen pendelte sich der Alkoholkonsum langsam ein, der Tabakmissbrauch jedoch nahm in den Industrienationen bis Ende 80er-Jahre massiv zu. Einen neuen Höhepunkt der Problematisierung erlebte der Konsum von Suchtmitteln nach den gesellschaftlichen Unruhen, welche die westlichen Industrienationen 1968 und in den Jahren danach beschäftigten. Jahrhundert der Kaffee wurden die illegalen Substanzen Hanf, LSD und später Heroin in einem Kontext von gesellschaftlichem Protest konsumiert. Dieser Umstand rückte das „Drogenproblem“ schneller und nachhaltiger in den Mittelpunkt der öffentlichen Besorgnis als es Hunderttausende von Tabaktoten pro Jahr je schaffen würden. In der Schweiz wurde zuerst wie in andern Ländern versucht, der Verbreitung dieser psychoaktiven Substanzen mit Durchsetzung der Verbote und mit Aufklärung entgegenzutreten.

Neben dem Bund, den Kantonen, Städten und Gemeinden gibt es deshalb eine Vielzahl von weiteren Institutionen, Organisationen und Vereinigungen, die aufgrund ihrer Fachkompetenz von den staatlichen Akteuren mit der Umsetzung von suchtpräventiven Maßnahmen beauftragt werden. Unter Bund, Kantonen und Gemeinden sowie zwischen den privaten Organisationen und Institutionen finden über verschiedene Gremien Koordination, fachlicher Austausch und Weiterbildung in der Suchtprävention statt. Die Wirksamkeit von Suchtprävention ist nicht einfach nachzuweisen. Wenn aber die Erkenntnisse von Forschung und Praxis der letzten 20 Jahre zusammengetragen werden, dann wird plausibel, dass es tatsächlich gelingt, Faktoren zu beeinflussen, die relevante Auswirkungen auf die Entwicklung von Sucht haben. Damit ist es nicht möglich, jegliche Sucht zu verhindern, weil die Zusammenhänge nur aus Wahrscheinlichkeiten bestehen und nicht aus Kausalitäten wie in den Naturwissenschaften. Es lässt sich jedoch die Hypothese aufstellen, dass die Suchtprävention der letzten Jahre in der Schweiz nicht den Konsum von Substanzen verhindert hat, aber das Entstehen von süchtigem Verhalten reduzierte.

Das ist angesichts der günstigen Nebenwirkungen nicht schlimm, doch die Effizienz und damit der Glauben an die Notwendigkeit der Suchtprävention wird geschmälert. Das bedeutet, dass der Kontext der Interventionen beachtet werden muss. Die Maßnahmen zielen sowohl auf die Veränderung der Verhältnisse und gesellschaftlichen Bedingungen als auch auf die Beeinflussung von Wissen, Einstellungen und individuellem Verhalten ab. Prävention steht als Oberbegriff für alle Maßnahmen, die zur Reduktion des Auftretens, der Ausbreitung und der negativen Auswirkungen von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen beitragen. Die Prävention will gesundheitliche Schäden verhüten und öffnet sich vermehrt in Richtung der Gesundheitsförderung. Verhaltensweisen und ihr rechtlicher Status (legal oder illegal) treten dabei in den Hintergrund.

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *